Ihr Reiseführer für das Reiseziel - die Schweiz
Die Schweiz wird im Westen von Frankreich, im Norden von Deutschland, im Osten von Österreich und im Süden und Südosten von Italien begrenzt. Die Fläche des Alpenlandes beträgt rund 41.000 Quadratkilometer.
Schweizerische Eidgenossenschaft lautet die amtliche Bezeichnung des Landes. Bern ist seine Hauptstadt. Die Landeswährung sind Schweizer Franken, wobei sich ein Schweizer Franke aus einhundert Rappen zusammensetzt. Obwohl sich die Schweiz im Herzen Europas befindet, verfolgte das Land seit jeher einen eigenständigen Weg der politischen Neutralität.
Die Landschaft der Schweiz ist stark von den Gebirgszügen geprägt. Die im Süden des Landes liegenden Alpen nehmen einen großen Teil der Landfläche ein. Viele der Gipfel sind aufgrund ihrer Höhe ganzjährig mit Schnee bedeckt. Die höchsten Berge erreichen mehr als viertausend Meter über dem Meeresspiegel.
Der zweite bedeutende, wenn auch nicht so hohe, Gebirgszug der Schweiz ist das Jura. Dieses Gebirge liegt im Nordwesten des Landes und bildet die geografische Grenze zu Frankreich.
Zwischen dem Schweizer Jura und den Alpen zieht sich eine Ebene von West nach Ost durch das Land, die Schweizer Plateau genannt wird. Diese Gegend ist dicht besiedelt. Sie wird landwirtschaftlich intensiv genutzt und hier befindet sich die Mehrzahl der großen Städte.
Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen. Das sind keine administrativen Zonen, sondern weitgehend eigenständige Bundesstaaten, die sich über einen längeren Zeitraum hinweg zur heutigen Schweiz zusammenschlossen. Ursprung dieses Zusammenschlusses war ein militärisches Bündnis der Urkantone Schwyz, Uri und Unterwalden am Ende des dreizehnten Jahrhunderts im Kampf gegen Österreich. Der Zusammenschluss wurde am ersten August des Jahres 1291 durch den sogenannten Rütlischwur besiegelt.
Dieser Tag wird heute noch als Gründungsdatum der Schweiz und damit als Nationalfeiertag begangen. Den drei ersten Kantonen schlossen sich in der Folgezeit weitere Kantone an, so dass die Schweiz auf ihre heutige Größe wuchs. Im Jahr 1848 wurde der lose Staatenbund in einen Bundesstaat umgewandelt und der Schweiz die erste Verfassung gegeben. Diese galt bis 2000 als eine neue Version gültig wurde.
Die Flagge der Schweiz zeigt ein weißes Kreuz auf rotem Grund. Dieses Symbol geht auf ein altes Feldzeichen zurück.
Etwa siebeneinhalb Millionen Menschen leben in der heutigen Schweiz. Die Mehrzahl von ihnen spricht deutsch als Muttersprache, doch auch Französisch, Italienisch und in geringerem Maße Rätoromanisch sind Nationalsprachen. Die rätoromanische Sprache ging aus dem Lateinischen hervor und kommt in einigen Regionen Graubündens und sowie Teilen der östlichen Schweiz vor.
Die Sprache wird von immer weniger Menschen gesprochen. Häufiger ist dagegen das Italienische in der Schweiz. Es ist im Südosten, vorwiegend im Tessin und in Teilen Graubündens verbreitet. In der westlichen Schweiz liegen die französischsprachigen Kantone Genf, Jura, Neuchatel und Vaud. Hier ist Französisch die Hauptsprache, während in den Kantonen Frijbourg und Valais sowohl deutsch als auch französisch als Amtssprachen gelten.
Banken, Uhren, Käse und Schokolade stehen als Symbole für die Schweizer Wirtschaft. Tatsächlich ist der Dienstleistungssektor überwiegend bestehend aus Banken und Versicherungen Wirtschaftsmotor, bedeutender Arbeitgeber und nicht zuletzt Garant für das hohe durchschnittliche Einkommen der Schweizer von circa 5700 sFr monatlich.
Die weltbekannte Uhrenproduktion erlebte einen Rückgang, im Gegenzug wuchsen Maschinenbau und Elektronikindustrie in ihrer Bedeutung. Agrarwirtschaft wird vornehmlich auf dem Schweizer Plateau betrieben. Die Höhenlagen werden vornehmlich für die Milchviehhaltung genutzt.
Diese zielt nicht nur auf die Herstellung des berühmten Schweizer Käses ab, sondern hat außerdem die wichtige Funktion der Pflege und des Erhalts der einzigartigen Kulturlandschaft in den Alpenregionen. Die Landwirte werden in ihrer landespflegerischen Aufgabe finanziell stark unterstützt. Dies stellt eine lohnende Investition dar, ist der Tourismus doch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land von Heidi und Geißenpeter. Die Schweizer Schokolade ist so gut wie ihr Ruf. Die hohe Qualität beruht auf einem speziellen Prinzip der Vermahlung der Zutaten, die im Land erfunden wurde.
Die Schweiz ist verkehrstechnisch mustergültig erschlossen. Das Eisenbahnnetz ist ausgedehnt und weist zahlreiche spektakuläre Panoramastrecken durch die Alpen auf. Ein Beispiel dafür ist der Glacierexpress. Die Autobahnen und Landstraßen sind durchweg gut ausgebaut.
Zürich, Genf und Basel sind die drei größten Flughäfen der Schweiz, die auch von internationalen Linien angeflogen werden. Da die Schweiz große Flüsse und bedeutende Seen besitzt, ist auch die Schifffahrt in Tourismus und Handel von Bedeutung. Der Schweizer Teil des Bodensees, der Neuchateler See, der Genfer See, der Bieler und Thuner See und der buchtenreiche Vierwaldstätter See sind hier zu nennen. Rund um diese Seen liegen schöne Urlaubsgebiete.
Besonders sehenswert sind die Städte wie Luzern, Basel, Bern oder Zürich. Da die Schweiz in den beiden Weltkriegen aufgrund ihrer neutralen Position kaum Kriegsschäden erlitt, blieb die historische Bausubstanz vielerorts erhalten. Kunstgalerien und Museen bergen reiche Schätze.
Die Bergwelt der Alpen zieht jedes Jahr Tausende Touristen in ihren Bann. Sie kommen im Winter zum Skifahren in die schneereichen Skigebiete wie Grindelwald oder Wallis. Im Sommer blühen hier bunte Alpenwiesen, Kuhglocken läuten und in den Alphütten am Wegesrand können Wanderer bei einem zünftigen Imbiss ausruhen und beeindruckende Ausblicke auf die Bergwelt genießen.
Bergwanderern und Kletterern bieten sich schier unbegrenzte Möglichkeiten beim Erklimmen hoher Gipfel. Jungfrau und Mönch lassen grüßen. Der höchste Gipfel der Schweiz ist übrigens mit 4634 m ü. NN die Dufour-Spitze. Das aufgrund seiner Klettergeschichte bekanntere Matterhorn bleibt mit 4478 m ü. NN dahinter zurück.
Freunde kulinarischer Genüsse kommen in der Schweiz ebenfalls auf ihre Kosten. Vor allem in den Regionen, in denen die Schweizer Küche auf französische oder italienische Einflüsse trifft, lässt es sich hervorragend speisen. Das Tessin ist berühmt für sein mildes Klima, seinen Wein und die ausgezeichnete Küche.
Während das Tessin mit Sonnenstunden wuchert, herrscht im Jura ein sehr gegensätzliches Klima vor. Besonders in den Hochtälern kann es sehr kalt werden. Über vierzig Grad Minus wurden hier schon gemessen. Der raue Charme der Landschaft wird dennoch von zahlreichen Besuchern geschätzt, hierher kommen, um zu wandern, Rad zu fahren, zu reiten oder die umliegenden Städte zu besuchen.
Die Schweiz bietet ihren Besuchern sehr vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Urlaubsgestaltung. Städtebesichtigungen und Kunstreisen können ebenso kombiniert werden wie Wandertouren oder Entspannung und Wellness an einem der Seen.
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