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Das Matterhorn - Faszination nicht nur für Bergsteiger
Es sind nur wenige Berge diese Erde, um die sich so viele Geschichten, aber auch Legenden ranken, wie über das Wahrzeichen der Schweiz, das Matterhorn. Diesen einzigartigen Berg zu besteigen, war schon immer die Sehnsucht von Menschen, die am Berg eine Herausforderung suchten. Man schätzt, dass Jahr für Jahr etwa 3000 Bergsteiger am Matterhorn ihr Glück suchen.
Dabei begann die Besteigung des Matterhorn mir einer Tragödie, die sich bereits im Jahre 1865 abspielte und bis heute noch nicht aufgeklärt ist. War es ein Unfall oder gar ein Mord? Auf jeden Fall gelang es sieben jungen Bergsteigern den Gipfel des Matterhorns zu besteigen, am 14. Juli 1865. Doch das Unglück kam beim Abstieg, als das Seil riss und vier Bergsteigern den Tod brachte.
Durch diese Katastrophe erlangte ein kleines Dorf am Fuße des Bergs Weltruf. Das Schicksal der vier Bergsteiger brachte Scharen von Reportern nach Zermatt, die von hier aus in die ganze Welt berichteten. Und dies war die Geburtsstunde der „Massenbesteigung“, denn jeder wollte die „Todesroute“ des etwa 90 Millionen Jahre alten Matterhorns besteigen. Grandiose 4478 Meter Höhe kann der Berg seinen Besteigern anbieten. Eine wahre Herausforderung, wenn man weiß, wie problematisch die Wetterbedingungen sein können. Etwa 400 unvorsichtige Bergsteiger verloren an den Wänden des Berges bis heute ihr Leben.
Der Kurort Zermatt ist das „Tor zum Matterhorn“ und liegt auf 1620 Metern Höhe. Zermatt ist ein richtig idyllisches autofreies Walliser Dorf im Mattertal. Wandern, Biken, Klettern, Hochgebirgstouren, das alles kann man im wallisischen Sommer genießen. Naturliebhaber finden rund um Zermatt ein kleines Paradies vor. Alleine auf den Bergwiesen oberhalb des Ortes wachsen und gedeihen mehr als 1000 Pflanzenarten. Im Winter stehen den Skifahrern und Snowboardern über 300 Kilometer Pisten aller Schwierigkeitsgrade zur Verfügung.
Die Ost-, Nord- und Westwände des Matterhorns gehören zur Schweiz, die Südwand jedoch ist bereits nördliches Italien. Das Matterhorn ist deshalb kein lupenreiner Schweizer Berg, obwohl der dreieckige Gipfel einer berühmten Schweizer Schokolade als Vorbild diente.
Was Bergsteiger nur belächeln, ist für die meisten Touristen ein Glücksfall: Die Luftseilbahn, die ihre Gäste auf etwa 3883 Meter Höhe bringt. Die höchste Luftseilbahn Europas fährt über furchterregende, aber faszinierende Gletscherspalten in etwa einer dreiviertel Stunde hinauf zum „Matterhorn glacier paradise“. Hier ist ganzjährig Skibetrieb in einer spektakulären Welt aus Gletschern und ewigem Eis. Von hier aus geht es aber durch einen Felsentunnel noch weiter nach oben, zur höchsten Aussichtsplattform Europas mit einem Aussichtspanorama, das auf der Welt einmalig ist: Insgesamt 38 Berge mit über 4000 Metern Höhe und die Kulisse der italienischen, französischen und schweizerischen Alpen bieten ein echtes Naturspektakel.
Ein Naturspektakel ist auch der höchst gelegene Gletscherpalast der Welt. Tief im ewigen Eis, etwa 15 Meter unter der Oberfläche des Gletschers, kann man kunstvolle Eisskulpturen bei freiem Eintritt bewundern oder an einer Weinverkostung teilnehmen. Durch künstlerisch installiertes Licht und dezente sphärische Musik wird der Gletscherpalast zu einem unvergesslichen Naturerlebnis.
Unten aber, in Zermatt, hat man dem Matterhorn ein Denkmal in Form eines Museums gesetzt. Es ist ein Erlebnis- und Entdeckungsmuseum. Man hat ein komplettes Dorf nachgebaut, nämlich Zermatt im 19. Jahrhundert. Und bei diesem Rundgang erfährt man alles über die wechselvolle Geschichte des Matterhorns, aber auch wie sich Zermatt vom kleinen Bergdorf zu einem Kurort von Weltruf entwickelt hat. In einer grandiosen Videoshow kann man das Matterhorn von den verschiedensten Blickwinkeln betrachten, wie man sie sonst nicht zu sehen bekommt.
Um aber einmal hautnah am Berg zu sein, mit den Bergsteigern zu reden und sie beim Aufstieg zu beobachten, muss man eine Wanderung zur Hörnlihütte machen. Hier beginnen alle Aufstiege. Hier übernachten die Bergsteiger, um früh am Morgen ihre Tour zu beginnen. Mit einem Fernglas kann man die Aufstiege der verschiedenen Gruppen beobachten. Und spätestens dann ist man froh, dass man festen Boden unter den Füßen hat und das Matterhorn aus der Ferne bewundern kann.
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