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Ein Viertausender in der Schweiz – die Signalkuppe
Die Signalkuppe (Punta Gnifetti, Colle Gnifetti, Col. Gnifetti, Rif. Gnifetti) bietet stolze 4554 Meter über Meereshöhe und gehört zu den Walliser Alpen und dem Monte Rosa Massiv, welches in den Westalpen liegt. Der Berg liegt an der Grenze zu den Regionen Piemont und Aostatal in Italien.
Die Region um die Signalkuppe wird begrenzt durch den Col Ferret im Westen und im Osten durch den Simplonpass, im Süden durch das Aostatal und im Norden durch das Rhonetal. In der Monte Rosa-Gruppe ist die Signalkuppe ein Berg in der Schweiz, der als der sechsthöchste Berg und der neunthöchste der Alpen zählt.
Die Gipfelgruppe des Monte Rosa Massivs hat eine starke Anziehungspunkt auf Bergsteiger, Skifahrer und Gleitschirmfreunde. Das gute Wetter der Walliser Alpen ist durch die Lage inmitten der Alpen begründet. Das macht die große Beliebtheit der Walliser Alpen aus und zeigt sich auch in der relativ hochgelegenen Waldgrenze.
Die Erstbesteigung erfuhr die Signalkuppe am 9. August 1842 durch Giovanni Gnifetti und sieben Begleiter und die Erschließung dann durch Capanna Regina Margherita. Die Capanna Margherita oder Margheritahütte auf 4554 m Höhe ist das höchstgelegene Gebäude in Europa und damit eine Besonderheit auf der Signalkappe. Die alpine Schutzhütte ist benannt nach Maria Margarethe Therese Johanna, der Königin von Italien, nach der auch die Pizza Margherita benannt wurde.
Die GPS-Koordinate der Signalkuppe ist 7.87687° ö.L. /45.9269° n.B. (WGS84). Als Normalweg und einfache Gletschertour gilt die Nordflanke vom Colle Gnifetti mit dem Schwierigkeitsgrad L. Für die Tour dienen als Ausgangspunkte die südlich gelegenen Hütten Capanna Gnifetti oder die etwas weiter westlich gelegene Monte-Rosa-Hütte auf 2795 m Höhe und der Talort Alagna Valsesia auf 1190 m Höhe.
Dieser Berg in der Schweiz kann gut in einer kompletten Wochentour bestiegen werden, wobei ergänzend das Bishorn, das Breithorn und Castor und die Parrotspitze erklommen werden könnten, sowie die Zumsteinspitze, die Ludwigshöhe, das Schwarzhorn, das Balmenhorn und die Vincent-Pyramide.
Als lange Skitour zur Signalkuppe kann man den Weg ab der Monte Rosa Hütte wählen, der über den Grenzgletscher verläuft und zuletzt über die steile und oft vereiste Westflanke führt. Zum Schutz steht die Margherita-Hütte bereit. Bei dieser Tour überwindet man 1800 Höhenmeter bei einem Schwierigkeitsgrad ZS.
Eine Klettertour von 6 bis 7 Stunden auf die Signalkuppe kann bei Alagna im Tal der Sesia auf 1190 m beginnen. Mit der Seilbahn ist man schnell am auf 3260 m gelegenen Startpunkt für die Indren-Gletscher-Überquerung. Von hier aus kommt man in einer guten Stunde entweder zur Mantova-Hütte, in dem es angeblich den besten Mokka zu trinken gibt, oder zum Gipfel der Signalkuppe.
Am Mantova-Gipfel geht es entweder südlich vorbei oder man wählt den direkten Weg über einen Klettersteig. Nach einer weiteren Gletscherüberquerung kommt man schließlich zur Signalkuppe.
Ab der Vincentpyramide führt die Tour für ca. 1,5 Stunden über Gletscherstufen zur Hochebene hinauf, wo der Abzweig des Normalwegs zur Vincentpyramide beginnt. Zum Gipfel der Signalkuppe geht es an der Felsgruppe Balmenhorn und unterhalb der Nordhänge der Ludwigshöhe und der Parrotspitze zum Grenzgletscher. Nach dem Genuss eines großartigen Blicks zum "Hörnli" führt der Weg zunächst unterhalb der Signalkuppe Richtung Westen und schließlich Richtung Nordosten gen Gipfel.
Die Schutzhütte Margherita auf der Signalkuppe steht direkt an der Kante zur Ostwand, die 2000 Meter ins Tal abfällt. Vom Balkon der Schutzhütte aus bietet sich zur Belohnung für die Anstrengung ein herrlicher Panoramablick.
Den Abstieg kann man über die gleiche Strecke wählen oder in Richtung Zermatt oder über den Lyskamm zum Kleinen Matterhorn. Seil, Pickel und Steigeisen sind für diese Tour ebenso notwendig wie eine sehr gute Kondition.
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