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Das Goetheanum

 


Das Goetheanum wurde von Rudolf Steiner entworfen und ist ein monumentaler Theater-Bau, der nach dem berühmten Johann Wolfgang von Goethe benannt wurde und im schweizerischen Dornach bei Basel liegt. Das Gebäude ist der Sitz von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft, der Hochschule für Geisteswissenschaften mit dessen Sektionen und ist ein wesentlicher Teil in der Kultur der Schweiz.

 

Das Gebäude ist von einem speziellen Aussehen geprägt, da an dem imposanten Sichtbetonbau mit seinem weit gespannten Dach fast keine rechte Winkel vorhanden sind. Das Goetheanum ist ein Gebäude, das aus mehreren Bauten besteht. Neben den Hauptgebäuden befinden sich auf diesem Gelände des Schweizer Kultur-Gebäudes ebenfalls auch einige Nebenbauten, die Rudolf Steiner ebenfalls entworfen hatte. Diese Nebengebäude bilden mit dem Hauptgebäude so wie der Geländegestaltung zusammen eine Einheit.

 



Zwischen 1913 und 1922 wurde das erste Goetheanum erbaut. Nachdem zuvor jährliche Mysteriendramen des Rudolf Steiner in einem gemieteten Münchener Theatersaal stattfanden, kam immer mehr der Wunsch aus seinem Umfeld, dass hierfür und ebenso auch für Eurythmieaufführungen ein eigener geeigneter Saal erbaut werden solle. Ein sympathisierter Großindustrieller schenkte ihm ein Grundstück in der schweizerischen Stadt Dornach, um dort das erste Goetheanum zu errichten, das dann als Zentrum von Rudolf Steiners Bewegungen diente.

 

Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1913, doch er verzögerte sich aufgrund des ersten Weltkrieges. Der unfertige Bau wurde dann während des Jahreswechsels zum Jahr 1923 durch eine Brandstiftung zerstört. Es war das erste große architektonische Projekt von Rudolf Steiner. Es sind Einflüsse von Antoni Gaudi und des Jugendstils erkennbar. Ausserdem wirkte Edith Maryon, eine englische Bildhauerin, sehr prägend mit an dem Projekt. Die Architektur des ersten Goetheanum ist ein künstlerischen Meisterwerk. Die verschiedenen Künste von Architektur, Malerei, Plastik und Glasfenster werden geschickt vereinigt und schaffen gleichzeitig neuen Raum für weitere Künste, wie zum Beispiel Musik, Schauspiel und Eurythmie.

Das zweite Goetheanum wurde zwischen 1924 und 1928 erbaut und sollte das Zentrum werden, um dort weltweite anthroposophischen Tätigkeiten ausüben zu können. Hier befindet sich der Sitz von der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Hochschule für Anthroposophie (Geisteswissenschaften).

 

Der Nachfolgebau vom ersten Goetheanum ist brandsicher in Beton erbaut worden. Die Räumlichkeiten des Zweiten waren im Prinzip mit einem großen Saal (900 bis 1000 Sitzplätze) und einer Schauspielbühne, die ebenso auch für Vorträge und Eurythmie benutzt werden konnte, gleich dem ersten Goetheanum. Rudolf Steiner fertigte das Aussenmodell des zweiten Goetheanums an, doch die Bauausführung fand ohne ihn statt, da er im Jahr 1925 verstarb. Die Gestalt des zweiten Gebäudes gleicht an der Ostseite einem verschlossenen Kubus.

 

 

 

In westliche Richtung erstreckt er sich und wirkt dynamischer und bewegter. Dieses weitere künstlerische architektonische Meisterwerk wirkt wie zwei Weltkräfte. Eine verschlossene verbergende Weltmacht (Osten) und eine nach außen gewendete und offene Weltmacht (Westen). Das innere des Baumeisterwerks soll eine dritte Kraft darstellen, welche die beiden anderen schmelzend verbindet.

Zahlreiche berühmte Veranstaltungen werden dort ausgeführt. Vor allem die berühmten Aufführungen von Goethes Faust. Im Jahre 1938 wurden erstmals beide Teile des Stückes Faust (Faust I und Faust II) inszeniert. Im Abstand von ein paar Jahren werden seitdem dort zyklische Tagungen und Aufführungen veranstaltet, die im Wechsel von anthroposophischen Regisseuren stattfinden.

 


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