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Saint Ursanne Clos du Doubs
Saint-Ursanne – 440 m Seehöhe – liegt im Tal des Flüsschens Doubs (La Doubs) im Schweizer Kanton Jura, südwestlich von Basel. Das Tal des Doubs ist stellenweise nur 100 m bis 200 m breit, es wird gebildet durch die meist bewaldeten Juraketten des Lomont im Norden und des Clous du Doubs im Süden. - Über die neue Autobahn A 16, die erst teilweise fertig gestellt ist, ist Saint-Ursanne gut erreichbar. - Saint Ursanne ist auch mit der Bahn erreichbar. Bereits im Jahre 1877 wurde die Eisenbahnlinie Glovelier - Porrentruy eröffnet mit einem Bahnhof östlich von Saint Ursanne.
Das Gemeindegebiet ist, dank einiger Exklaven, weit verzweigt und bedeckt eine Fläche von 11,5 km². Mit ca. 700 Einwohnern gehört Saint-Ursanne zu den mittelgroßen Gemeinden des Kantons Jura. Mehr als 90% der Bevölkerung spricht französisch. Zwei absolute Minderheiten – zusammen etwa 3% bis 4% - sprechen deutsch, bzw. serbokroatisch.
An der Stelle im Tal des Doubs, wo heute Saint-Ursanne liegt, soll kurz nach 600 n. Chr. der Eremit Ursicinus, ein Weggefährte des Heiligen Kolumban, gelebt und gewirkt haben. Deshalb wurde über dem Grab des Ursicinus ein Kloster errichtet, das erstmals im Jahre 850 urkundlich erwähnt wurde. Später wurde die alte Klosterkirche in eine Pfarrkirche umgewandelt. Im Jahre 1338 erhielt das um das Kloster entstandene Städtchen – also das heutige Saint-Ursanne – die Marktrechte.
Im Kanton Jura gibt es drei historische Städte. Dazu gehört, neben Delémont und Porrentruy, auch Saint-Ursanne mit seinem malerischen, mittelalterlichen Stadtkern. Geprägt wird das Stadtbild von der Stiftskirche, eine romanische Pfeilerbasilika. Die Krypta, unter dem Chor, stammt aus dem 12. bzw. 14. Jahrhundert. Weil Teile der alten Abtei aus dem 11. Jahrhundert übernommen wurden, vereint die Stiftskirche verschiedene Stilrichtungen „unter einem Dach“ und macht das Bauwerk zu einem hochinteressanten Objekt.
Saint-Ursanne hat drei Stadttore: am Westeingang steht die 1664 erbaute „Porte Saint-Paul.“ Die „Porte Saint Pierre“ hat ein Glockentürmchen und wurde 1665 erbaut und steht im Osten. In südlicher Richtung kommt man durch die „Porte Saint-Jean“ direkt auf die 1728 erbaute Steinbrücke über die Doubs. Die Brücke hat 4 Bogen und eine Statue aus Buntsandstein des Brückenheiligen Nepomuk. – Ergänzt wird das mittelalterliche Bild von Saint-Ursanne durch einige Bürgerhäuser aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Im Hôtel de Ville beispielsweise ist ein Kreuzrippengewölbe erhalten.
Der schier unerschöpfliche Reichtum an mittelalterlichen Bauwerken sollte jeden Gast dazu animieren, an den kommentierten Stadtbesichtigungen teilzunehmen, die an den Wochenenden von Mai bis Oktober durchgeführt werden.
Aber die Region um Saint-Ursanne hat natürlich noch mehr zu bieten als mittelalterliche Bauwerke. Das 43 km lange Doubs-Tal von Delémont bis zur französischen Grenze ist auch ein Paradies für Wasser- und Landsportbegeisterte. In dieser abwechslungsreichen Flusslandschaft – im Frühjahr kann es Hochwasser geben, im Sommer ist das Flussbett fast trocken – können Sie nach Herzenslust wandern, biken, Kanu- und Kayak fahren, fischen und vieles mehr. Eine Golfanlage finden Sie in Delémont.
Im Gegensatz zu dem engen Flusstal der Doubs können Sie auf den Freibergen – der Hauptort ist Saigenelégier - über grüne Weiden, durch schattige Wälder, über jurassische Hügel wandern „so weit die Füße“ tragen. Saigenelégier ist eine Hochburg der Pferdezucht und Ausgangspunkt für viele, attraktive Wanderungen.
Das Unterkunftsangebot der Region reicht von Hotels, über Pensionen, Gästezimmer, Ferienwohnungen, Ferienhäuser bis zu urigen Hütten. Sogar eine Übernachtung „im Stroh“ wird angeboten. – Die Küchenchefs halten den einen oder anderen Gaumenschmaus für Sie bereit. Lassen Sie sich verwöhnen und genießen Sie das unverwechselbare Ambiente und die herzliche Atmosphäre unserer Restaurants und Berggasthöfe.
Für kulturinteressierte Individualisten die gerne einmal abseits des großen „Rummels“ ein paar Tage ausspannen und sich sportlich betätigen wollen, ist Saint-Ursanne, das Naturreservat zwischen Fluss und Berg, eine ganz „heiße“ Adresse.
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