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Stockalperpalast Brig in der Schweiz


In der Altstadt von Brig befindet sich das Stockalperschloss, das auch Stockalperpalast genannt wird. Es wurde in der Zeit von 1651 bis 1671 gebaut, und zwar von Kaspar Jodok von Stockalper. Er war ein Schweizer Kaufmann, Großunternehmer, Bankier und Politiker und wurde auch als Fugger der Schweiz bezeichnet. Er betrieb einen regen Import- und Exporthandel, außerdem organisierte er den Transport und den Verkehr von Brig aus über den Simplonpass. Später wurde er auch "König der Simplons" genannt.

 

Er konnte Bergwerke sein Eigen nennen und war zeitweise sogar Inhaber eines Monopols auf den Salzabbau im Wallis. Einen besonderen Namen konnte er sich aber als Bauherr machen, das hier beschriebene Stockalperschloss ist nur eines seiner Bauwerke. Seinen Namen erhielt Stockalper wie folgt: Die Vorfahren von Stockalper stammten aus dem italienischen Mailand. Sie kamen im Jahr 1360 nach Brig und kauften dort auf dem Simplon eine Alp, dies geschah durch Anton Olteri. Diese Alp trug den Namen Stockalp. Daher stammt der Name der Familie, sie benannten sich nach ihrem Besitz.

 

 


Der Stockalperpalast zählt auch heute noch zu den bedeutendsten und schönsten Bauwerken der Barockkunst auf der ganzen Welt. Die besonderen Kennzeichen des Palastes sind die drei Türme und der Arkadenhof, der dreistöckig angelegt wurde. Der Stockalperpalast ist ein überaus geräumiger Wohnsitz, der sehr großräumig angelegt wurde. Die Wohnfläche beträgt über 1200 Quadratmeter, was schon überaus beeindruckend ist.


Die Stockalper bauten im Jahr 1533 ein Wohnhaus, das aber im Jahre 1640 erweitert wurde. Zwischen 1640 und 1660 wurde es dann durch Kaspar Jodok Stockalper noch viel mehr vergrößert, so dass der große Palast entstand, wie man ihn heute kennt.


Der Stockalperpalast besteht aus einem Gebäude, das viergeschossig ist und eine rechteckige Form aufweist. Ein Hof umgibt das Gebäude. Dieser Hof besteht aus drei- und zweigeschossigen Arkadenflügeln. Diese dienten früher einmal der Warenlagerung des Besitzers. Die drei Türme, die weithin sichtbaren Markenzeichen des Palastes sind mit vergoldeten Zwiebeln versehen worden und beherrschen den Hof. Ihnen wurden die Namen Melchior, Kaspar und Balthasar verliehen, was eine Anspielung auf die Heiligen Drei Könige sein sollte. Der höchste Turm trägt den Namen Kaspar, was natürlich auch auf den Erbauer selbst zurückzuführen ist.


Im Stockalperpalast befindet sich ein Museum, das Schlossmuseum. Hier werden verschiedenen Zeugnisse und Dokumente aus dem Leben Kaspar Jodok Stockalpers ausgestellt. Außerdem befindet sich in dem Museum die Sammlung zur Kulturgeschichte und zur Volkskunde des Oberwalliser Gebietes. Zudem kann hier das Stockalper Archiv besichtigt werden. Im Gebäude ist zusätzlich noch eine Bibliothek untergebracht, die eine große Sammlung von Büchern der letzten Jahrhunderte beherbergt.

 

 


Führungen durch den Stockalperpalast und die verschiedenen Museen finden in der Zeit von Mai bis Oktober täglich statt. Nur montags ist nicht geöffnet. Die Führungen werden zu festen Zeiten durchgeführt und dauern in der Regel etwa eine Stunde. Interessenten sollten sich direkt vor Ort nach den aktuellen Führungszeiten erkundigen. Meist sind aber auch die Hotels der Umgebung in der Lage, Auskunft darüber zu geben. Wer in einer Gruppe reist, kann auch eine Gruppenreservierung für eine Führung vornehmen lassen. Dies geschieht dann über Brig Belalp Tourismus, die die Reservierung an das Museum weiterleiten.


Wer in Brig oder der näheren Umgebung Urlaub macht, dem sei ein Besuch des Stockalperpalastes unbedingt empfohlen, denn hier kann jeder Besucher eine Menge über die Entwicklung der Stadt und der Region, sowie deren Beeinflussung durch nur einen einzigen Mann, nämlich Stockalper, erfahren. Sehr interessant ist die Sammlung von Büchern in der ansässigen Bibliothek, auch ein Besuch der Türme, von denen aus man einen wunderbaren Blick über die Altstadt von Brig hat, ist ein Erlebnis. Natürlich kann man auch im Winter den Stockalperpalast besichtigen, nur eben nicht von innen. Doch auch von außen ist das Gebäude sehr eindrucksvoll.

 


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