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Genfersee - Faszination und Genuss
Der Genfersee (auch: Genfer See) oder Lac Leman (auch franz. Lac de Geneve): 72 Kilometer lang, bis zu 14 Kilometer breit und maximal 310 Meter tief. Mit einer Fläche von 582 km² der größte See der Schweiz und nach dem Plattensee in Ungarn der zweitgrößte See Mitteleuropas. Mit einem durchschnittlichen Wasservolumen von 89 km³ ist er der wasserreichste See Mitteleuropas.
Der größere Teil der Wasserfläche, ca. 60 % entfallen auf die Schweiz, lediglich ca. 40 % gehören zum französischen Staatsgebiet. Insofern ist nachvollziehbar, dass der See - insbesondere bei den Schweizern selbst - gemeinhin als schweizer, und weniger als französischer See gilt.
Die französisch-schweizerische Staatsgrenze verläuft in Seemitte in Ost/West-Richtung. Sie hat weniger trennenden Charakter - im Gegenteil: Für die Anwohner schafft der See eher Gemeinsamkeiten und verbindet das schweizerische Nordufer mit dem überwiegend französischen Südüfer. Eidgenössische gediegene Gastlichkeit und französische, südlich beeinflusste Lebensart: Eine Verbindung, die einen ganz besonderen Reiz ausmacht. Er ist aller Orten spürbar - ja erlebbar.
Aber nicht nur die Tatsache, dass zwei Länder angrenzen, machen den See zu einem internationalen Gewässer. Es sind vor allem die Orte am Seeufer und die dort lebenden Menschen aus allen Regionen dieser Erde, die den fast schon kosmopolitischen Charakter ausmachen.

Vor allem Genf, die französischste aller Schweizer Städte, hat sich mehr und mehr zu einer internationalen Adresse entwickelt: Modern, selbstbewusst, mondän. Keine andere Stadt in der Schweiz ist so international wie Genf. Sie ist Sitz einer Vielzahl internationaler Organisationen, darunter die Vereinten Nationen, das Internationale Rote Kreuz und die Weltgesundheitsorganisation. Genf ist bekannt uns geschätzt als internationaler Tagungs- und Messeplatz mit hervorragender Hotellerie und ausgezeichneten Restaurants. Dennoch, trotz aller Turbulenz und Geschäftigkeit hat sie sich ihren gediegenen Grundcharakter bewahrt.
Anders hingegen Lausanne: Gleichermaßen geschäftig - aber auch spritzig, lebendig, am Puls der Zeit. Elegant und quirlig. Die fünftgrößte Stadt der Schweiz ist ein bedeutendes Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum. Zudem ist Lausanne Sitz des Internationalen Olympischen Kommitees (IOC) und verschiedener Sportweltverbände.
Eine Reihe von Sehenswürdigkeiten machen die die Stadt immer wieder zu einem lohnenden Ziel: Das Quartier de la Cite mit der Kathedrale Notre-Dame, das Schloss Saint-Maire oder auch das Quartier du Bourg mit der Kirche Saint-Francois im Stadtzentrum. Ouchy, der traditionelle Hafen von Lausanne, lädt ein zu Spaziergängen in den ausgedehnten Parkanlagen entlang des Sees.
Dank seiner sonnigen Lage am Hang über dem Genfersee, seiner malerischen Altstadt und seiner vielfältigen Angebote ist Lausanne heute mit das bedeutendste touristische Ziel am Genfer See.
Aber nicht nur Genf oder Lausanne: Rund um den See finden sich eine ganze Reihe herrlich gelegener Städte, die alle jeweils für sich ein Reise wert sind: Montreux etwa - Vevey oder auch Evian, die wohl bekannteste Stadt am französischen Ufer. Destinationen, die sich alle zwar einerseits durch ihre ganz speziellen Besonderheiten empfehlen, andererseits jedoch ihre Attraktivität vor allem und ganz besonders ihrer Lage an einem der schönsten Seen der Welt verdanken: Dem Genfersee. Umrahmt von einer einzigartigen Kulisse, so als wolle sich die Natur dem Betrachter von ihrer allerbesten Seite präsentieren: Im Osten über dem Rhonedelta die Waadtländer Alpen, im Westen die hügeligen Ausläufer des Schweizer Jura und im Süden die grandiose Kulisse der Savoyer Alpen, gekrönt vom höchsten Berg der Alpen, dem Mont Blanc. An klaren Tagen eine unglaubliche, begeisternde, fast kitschige, auf jeden Fall aber faszinierende Szenerie.
Eine Szenerie zum Genießen.
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