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Château-d'Oex - Ballonfahrt


Als die ersten Touristen um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert nach Château-d'Oex kamen, sahen sie ein verschlafenes Dorf inmitten einer grandiosen Berglandschaft. Und schauten Sie zum Himmel, dann eher um zu sehen, wie das Wetter wird oder einen Vogel zu beobachten.

Heute schauen die Gäste im „Pays-d‘Enhaut“ zum Himmel, um Heißluftballone zu bewundern, die lautlos, nur unterbrochen durch die Geräusche beim Zünden des Brenners, in allen Farben über die Berge der Waadtländer Alpen fahren. Und Château-d'Oex ist eine kleine moderne Bergstadt, die sich nicht nur dem Sommer- und Wintertourismus verschrieben hat, sondern sich vor allem als Mekka der Ballonfliegerei etabliert hat, ja Weltruf erlangte.

 



Es ist nicht die grandiose Berglandschaft alleine, Château-d'Oex und das Pays-d‘Enhaut verfügen über die besten klimatischen Voraussetzungen, die besten Winde und die beste Infrastruktur für Fahrten mit einem Heißluftballon. Ganzjährig stehen den Gästen Mitfahrgelegenheiten im Ballon zur Verfügung. Professionelle Ballonfahrer bieten bei den entsprechenden Wetterbedingungen täglich Ballonfahrten für jedermann an. Man muss sich nur an die „Ballon-Château-d'Oex (SkyEvent AG)“ wenden, den offiziellen Veranstalter für sämtliche Fahrten in Heißluftballons in Château-d'Oex.

Natürlich wird man bei seiner ersten Fahrt etwas feuchte Hände bekommen, aber die Belohnung dafür ist ein Urlaubserlebnis der Sonderklasse. Erhebt sich der Ballon über Château-d'Oex, das bereits auf 958 Metern liegt, dann man unendlich weite Blicke genießen. Man fährt, je nach Wind, über das Pays-d'Enhaut, den Fluss Sarine und dann hinein in die Waadtländer Alpen.


Und dann kommen Berge wie der 2070 Meter hohe „Pointe de Cray“, der „Vanil Carré“ mit 2200 Metern und der „La Laitemaire“ mit etwa 160 Metern und noch viele andere. Bereits kurz nach dem Start haben die Mitfahrer eine sensationelle 360-Grad-Rundsicht, oft das ganze Alpenpanorama vor Augen mit dem höchsten Berg Europas, dem „Mont-Blanc“, den „Grand-Combin“, das Schweizer Wahrzeichen namens „Matterhorn“ und die berühmte „Eiger-Nordwand“, aber auch das grandiose „Jungfraugebiet“, und auf der anderen Seite des Korbs erblickt man den Jura und den Genfer See mit seinen reizvollen Städten. Das ist Faszination und Abenteuer pur. Bei solchen Ausblicken verschwinden die feuchten Hände von alleine, man vergisst seine Bedenken und wünscht sich, dass diese Ballonfahrt noch lange andauern möge.

Doch alljährlicher Höhepunkt ist die „Semaine Internationale de Ballons à Air Chaud“. Es geht um die weltweit begehrte „Piccard-Jones Trophy“. Dieser Wettbewerb ist Erinnerung an die erste Weltumrundung des Ballons „Breitling Orbiter 3“, der von Château-d'Oex aus seine Reise begann. Die Philosophie dieses Wettbewerbs sind Langstreckenflüge ohne jegliche Zwischenlandung. Jede Fahrt muss mindestens 100 Flugkilometer betragen.

Aber was wären alle diese einmaligen Ballonfahrten ohne Château-d'Oex. Die wechselvolle Geschichte von Château-d'Oex erreichte mit der „Montreux-Berner-Oberland-Bahn“ im Jahr 1904 einen Höhepunkt. Jetzt hatte das bis dahin abgelegene Dorf einen direkten Anschluss nach Montreux. Nur so konnte Château-d'Oex zu einem der gefragtesten Bergdörfer des Tourismus in den Waadtländer Alpen werden.

 



Nach einer zwanzigjährigen Wirtschaftskrise begann in Château-d'Oex der neue touristische Aufschwung; vor allem durch die Erschließung neuer Skigebiete. Man baute eine Luftseilbahn zum Aussichtspunkt an der Westflanke des „Rocher du Midi“ und schilderte für die Gäste herrliche Wanderwege aus. Im Winter sind an den Nordhängen des „Rocher du Midi“ und der „Monts Chevreuils“ sowie bei „La Lécherette“ Skilifte in Betrieb. Die Region von „La Lécherette“ gehört zum riesigen Skigebiet „Les Mosses“.

Château-d'Oex hat kaum historische bauliche Sehenswürdigkeiten im Stadtbild. Allerdings hat man großer Sorgfalt darauf geachtet, dass die die zahlreichen Hotels und Chalets sich nahtlos zu einem Gesamtbild vereinigen. Sehenswert ist nur das „Musée du Vieux Pays-d'Enhaut“, mit einer Sonderausstellung von Scherenschnitten, oder die Ruine der „Kirche Saint-Donat“ aus dem 14. Jahrhundert.

 


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