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Basel und seine Altstadt
Der Euro-Airport Basel/Freiburg/Mulhouse hat Basel zu einem wichtigen Drehkreuz der europäischen Luftfahrt gemacht. Dadurch bekam Basel endlich auch die verkehrspolitische Bedeutung, die es als wirtschaftlicher Mittelpunkt des Dreiländerecks Deutschland, Frankreich und Schweiz schon lange hatte.
Umgeben von den berühmten Landschaften zwischen Schwarzwald, Rhein und Alpen ist Basel auch ein idealer Ausgangspunkt für Exkursionen in diese Gegenden. Dies haben auch die Hoteliers erkannt. Durch die vielen Geschäftsreisenden waren die Standards in den Hotels schon immer hoch, aber immer mehr hat man sich auch dem Tourismus geöffnet. Und so profitieren heute auch viele Urlauber von diesem Komfort. Am schönsten liegen die Hotels entlang des Rheins mit zum Teil herrlichen Aussichten über die Stadt.
Wo liegt aber der besondere Reiz Basels? Kaum bekannt, hat die Stadt eine der schönsten historischen Altstadtquartiere Europas, mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, die man alle zu Fuß erreichen kann. Symbole der Altstadt und ganz Basels sind die herrlichen Brunnen, die immer zum Verweilen einladen. Und immer ist man umgeben von liebevoll restaurierten Häusern, romantisch verwinkelten Gassen und zahlreichen Cafés und Restaurants.
Basel ist auch die Stadt der „Basilisken“, man wird in der ganzen Stadt von diesen mythischen Fabelwesen in allen Formen und Farben begleitet. Was aber ist ein „Basilisk“, darüber streiten sich die Gelehrten. Die schönste Überlieferung ist folgende: 1474 ist in Basel (nach einem Prozess), ein Hahn zum Tode verurteilt worden.
Der Hahn soll ein Ei gelegt haben, was natürlich der Natur widersprach. Und jetzt befürchteten die Basler Einwohner, dass aus dem Ei ein „Basilisk“, also ein Ungeheuer, schlüpfen könnte und verklagten vor einem regulären Gericht den Hahn mit Erfolg. Der Hahn wurde nach öffentlichem Prozess noch am selben Tag enthauptet und das „Teufels-Ei“ vor den Augen der Bürger verbrannt.
Der enge Bezug der Einwohner von Basel zu Mythen und Traditionen beweist alljährlich die Basler Fastnacht beim so genannten „Morgenstreich“. Am Montag nach Aschermittwoch, mit Glockenschlag um vier Uhr morgens, beginnt ein grandioses Spektakel. Die Innenstadt wird vollständig verdunkelt, alle Straßenlaternen und Schaufensterbeleuchtungen werden ausgeschaltet. Es ist für kurze Zeit stockdunkel, und auf das Kommando: "Achtig! Morgestraich! Vorwärts, marsch!" setzen sich die bunten Fasnachts-Cliquen in Marsch. Dann beginnt mit Trommeln und Piccoloflöten das weltweit größte Pfeifkonzert. Spektakuläre Riesen-Laternen und ebenso riesige beleuchtete Köpfe ziehen durch die Stadt. Und anschließend verzehren die „Narren“ eine gewöhnungsbedürftige Mehlsuppe. Wer einmal eine völlig andere Art von Fasching oder Karneval erleben möchte, der wird in Basel ein tolles Schauspiel genießen.
Einen Rundgang durch Basels Altstadt sollte man in der „Freie Straße“ beginnen, sie führt vom Bankenplatz hinunter zum Marktplatz. Einst war sie Teil römischer Militär- und Handelsstraßen, heute ist sie eine der Hauptgeschäftsstraßen. An einer Einmündung zur „Freie Straße“ steht einer der berühmtesten Brunnen der Stadt: der klassizistische Dreizack- oder Neptunbrunnen. Und natürlich hat dieser Brunnen keine üblichen Wasserspeier, sondern vier bronzene „Basilisken“.
Auch in der Augustinergasse kann man einen interessanten Basiliskenbrunnen bewundern, ihn entdeckt man zwischen Rheinsprung und Münsterplatz. Hier befinden sich auch zwei der bedeutendsten Museen von Basel: das „Museum der Kulturen“ und das „Naturhistorische Museum“.
Ganz in der Nähe verläuft das kleine Gässchen „Münsterberg“ das an der Fassade des Münsters entlang wieder zur „Freie Straße“ führt. Am Beginn dies Gässchens befindet sich ein herrliches Wandbild mit Liebespaaren aus dem Jahre 1909. Dieses etwas gewagte Bild der eher etwas prüden Stadt, war jedoch einst das Aushängeschild für das Standesamt. Im Gässchen „Münsterberg“ befindet sich auch das „Haus zum Oberen Freiburg“, wo noch heute in einer alte Schmiedewerkstatt, Kunstschmiede bei ihrer handwerklichen Arbeit zu sehen sind. Sie arbeiten immer noch mit Hammer und Amboss, nach alter Tradition, am offenen Feuer einer Esse. Man hört das Schmieden der Eisen schon von weitem.
Basel hat selbstverständlich noch viel mehr an kulturellen Sehenswürdigkeiten zu bieten und ist auch eine preisgünstige Shoppingstadt – einfach eine Stadt, die man schnell ins Herz geschlossen hat.
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