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St.Gallen - Juwel in der Schweiz

 


St.Gallen ist eine mittelgroße Stadt im gleichnamigen Schweizer Kanton. Der Ort ist untrennbar verbunden mit dem Kloster St.Gallen, einer der wichtigsten Klosteranlagen Europas mit einer berühmten Bibliothek.

 

Bereits um 610 gab es in St.Gallen eine Einsiedlerklause, die von dem irischstämmigen Mönch und Missionar St.Gallus eingerichtet wurde. Die Gründungslegende berichtet von einem Bären, der Gallus bedroht haben soll, dieser gab dem Untier ein Stück Brot, worauf er verschwand.

 

Der Bär findet sich noch heute im Wappen von St.Gallen. 719 wurde das Kloster St.Gallen als Benediktinerstift gegründet. Die erste große Blüte des Klosters fiel in das 9.Jahrhundert, als die Bibliothek gegründet wurde. 820 entstand hier auch der berühmte Klosterplan von St.Gallen, der als idealtypisches Modell für abendländische Klosterbauten gilt.

 

 

 

Er wird noch heute als Kleinod in der Stiftsbibliothek aufbewahrt und erzählt Historikern viel über mittelalterliche Klosteranlagen. Die Bibliothek von St.Gallen war eine der umfangreichsten im Mittelalter. Getreu nach dem alten Spruch: "Ein Kloster ohne eine Bibliothek ist wie eine Festung ohne Rüstkammer" war die Klosterbibliothek das geistige Zentrum des Klosters.


Im eigenen Scriptorium fertigten die Mönche die kunstvollen Handschriften an, die uns wegen ihrer Präzision und Schönheit noch heute faszinieren. Allein aus dem 9.Jahrhundert gibt es in St.Gallen noch fast 600 solcher Schriftstücke.
Der Büchersaal der Bibliothek ist einer der schönsten Bibliotheksbauten der Welt.

 

In geschwungenen Formen gehalten, zeigt sich der Büchersaal kunstvoll geschmückt als ein wahrer Tempel des Bücher. Erbaut wurde er unter dem Abt Cölestin Gugger von Staudach, der auch die spätbarocke Stiftskirche bauen ließ.
Im Scriptorium (Schreibstube) des Klosters fertigten die Mönche viele Schriften und Urkunden an. St.Gallen war aber auch ein reiches Wirtschafts- und Handelszentrum. Das Kloster muss man sich als lebendigen mittelalterlichen Großbetrieb vorstellen, mit einer prächtigen Kirche im Zentrum und Handwerkstuben, Brauereien, Fischteichen und Ställen gleich um das eigentliche Kloster herum.

 

 


Das Kloster wurde nach wechselvoller Geschichte im 17. und 18. Jahrhundert in barockem Stil umgebaut, aus dieser Zeit stammt auch die prächtige Stiftskirche von St.Gallen, die von der UNESCO als Weltkulturerbe der Menschheit ernannt wurde. Die zweitürmige Kirche ist eines der letzten spätbarocken Monumentalbauten im Alpenraum.

 

Im reich geschmückten Innenraum mit weißem Stuck und Deckenfresken finden sich Holzarbeiten von dem Klosterbruder Gabriel Loser und aufwendig gestaltete Altäre samt Gnadenbildern. In der verwinkelten Altstadt von St.Gallen gibt es noch zahlreiche alte Häuser mit teils mehrstöckigen, bemalten Holzerkern. Diese Prachterker sind eine Besonderheit der Region und machen den ganz eigenen Charakter der schönen Altstadt neben dem Kloster aus. St.Gallen ist eines der faszinierendsten und geschichtsträchtigsten Ausflugsziele der ganzen Schweiz.

 


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